Schuhe

 

Mein Ziel ist es, Ihnen einen Schuh anzubieten, der nicht nur gefällt und langlebig ist, sondern auch perfekt passt – und dies kann nur durch sorgfältige und präzise handwerkliche Arbeit realisiert werden. Qualität und Nachhaltigkeit werden hier also gross geschrieben.

Nebst bequemen Lederhalbschuhen, fertige ich das was bereits vor tausenden von Jahren entwickelt wurde: Moccasins. Schuhverzierungen sind aufwendig, aber schön zu machen. Auf Kundenwunsch fertige ich Ihre persönlichen Schuhen an!

altes Handwerk

„Da hast du dir aber etwas vorgenommen!“

die Schuhmacherin über meine Absicht, die Schuhmacherei zu lernen.

 

Was soll ich dazu sagen, ich erinnere mich an den Schuhmacher in Ebikon als ich in die Primarschule ging, also etwa 8-9 Jahre alt war. Ich war von der Atmosphäre fasziniert: halbdunkel, der Geruch von Leim und Leder, der alte Mann (so erschien er mir, aber er war ja noch nicht pensioniert wie ich heute) und sein Znüni, ein Stück Speck. Auch ich legte meinen Speck neben den seinen aufs Regal und holte ihn hervor, wenn er seinen Speck ass.

Ich lebe einen Traum. Seit vielen Jahren sammle ich Schuhmacher Werkzeug. Das war mir gar nicht bewusst, dass es ein Sammeln ist. Hinterher kann ich sagen, dass ich „fremdgesteuert“ war und bin: Ich muss das einfach machen. Darum ist dies für mich keine Zumutung, ich mache was ich machen muss.

Ich habe im Internet verschiedene alte Schuhmacher Maschinen gekauft, oft defekt. In vielen Arbeitsstunden sind diese Maschinen von mir und mit Fachleuten aufgearbeitet worden. Dazu habe ich noch Rest-Posten aufgekauft an Material und Werkzeugen. Ich habe neuere Maschinen auch kennengelernt und finde, das wäre ja die Überforderung, wenn ich nach heutigen Massstäben Schuhmacher sein wollte.

Ich gehe anachronistisch vor, also in einer Zeitverschiebung zurück in die Vergangenheit und begnüge mich mit Nähmaschinen aus der Zeit Mitte des 20. Jahrhunderts oder älter. Das sind zumeist Fuss-angetriebene Nähmaschinen, die ich mit einer zusätzlichen Handkurbel ausrüste, weil ich glaube, dass soviele Nähte wie ich noch vorhabe, längstens vom Handrad genäht schnell genug ist.

Und überhaupt: Ich liebe die Handnaht. Auf YouTube habe ich einen „Verrückten“ gefunden, der mit der Wildschweinborste ein Schuh-Oberleder an der Verse zusammennäht und den Stoss noch hinter/vor geschnitten hat, damit das passt. Das finde ich geniale Technik, solche Lösungen suche ich. Lieber ein Dubbel sein als ein Halbstudierter oder noch besser: Ein Laie als Hobbyist, das bin ich.

Wenn du so einen Traum kennenlernen möchtest, dann melde dich. Ich gebe gerne Einblicke in meine Obsessionen.

Einblick

Sattlernaht und Aluniete